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Küchen-News

Bei 25 Grad auf der Kölner Domplatte

Der Küchenhandel lebt von seiner Vielfalt und widersagt allen Widrigkeiten. Mit dieser selbstbewussten Aussage können Sie in das Jahr 2018 starten. Kaum eine Branche kann sich so erfolgreich dem Druck der Internetvermarktung und der Konzentration widersetzen. Den Erfolg des Handels prägen maßgeblich die Kooperationen des Küchenfachhandels mit. Mit Kooperationen meine ich nicht nur die großen Einkaufsverbände wie Der Küchenring, Der Kreis, KüchenTreff oder MHK, sondern auch die Franchiseanbieter wie Küche&Co., Reddy, Schmidt Küchen und Varia oder die Küchenfachmärkte wie Küchen Aktuell, Meda Küchen oder andere. Diese Gemeinschaften des Küchenhandels machen zusammen mit der individuell zu planenden Küche und natürlich den Küchen­spezialisten die Stärke der Branche aus.

Mit den Küchenspezialisten haben wir uns in dieser Ausgabe ausführlich beschäftigt. Zum einen haben wir das Gespräch mit Matthias Geier und Rolf Gubelt gesucht, die sehr erfolgreich und zugleich sehr verschwiegen mit ihrer Gemeinschaft GEDK Berlin am Markt agieren. Weit über 500 Häuser gehören heute zu der Gruppe, die sehr konzen­triert am Markt arbeitet. Sehr engagiert arbeitet auch Daniel Stockhausen. Der 48-jährige Stockhausen begann seine Küchenkarriere mit einem Küche&Co.-Haus. Heute ist er Mitglied beim Küchenring und Gründer von „Meine Küchenprofis“. Für uns ebenfalls eine spannende Geschichte rund um ein Beteiligungs- und Nachfolgemodell.

Natürlich beschäftigen wir uns in diesem Heft auch mit der „LivingKitchen 2019“, die aktuell von Absagen gebeutelt wird. Mit BSH, Häcker Küchen und Liebherr haben gerade drei Big Player ihren Rückzug von Köln bekanntgegeben. Wir fragten bei dem zuständigen BSH-Manager Volker Klodwig nach den Hintergründen, informierten uns bei der Koelnmesse, wie es nun weitergehen soll. Dabei stimmt mich optimistisch, dass Messechef Gerald Böse der LivingKitchen eine hohe Bedeutung einräumt und die Küchenmesse weiter stärken will. Die Kölner feilen an einem interessanten Konzept, das freilich mit seinen Ausstellern steht und fällt.

Aus meiner Sicht tut die Branche gut daran, ihren Messeplatz Köln zu stärken. Die IFA ist und bleibt eine Gerätemesse, die Hausmessen in Ostwestfalen sind Provinz und die Eurocucina mag zwar derzeit internationaler und aufregender als Köln sein, aber für mich überwiegt in Mailand der schöne Schein, nicht die Effizienz.

Mit einem klaren Blick in die Zukunft sollte die Branche an ihrer internationalen Küchenmesse in Köln festhalten. Es geht nicht an, dass der Küchen- und Exportweltmeister Deutschland seinen eigenen Messeplatz verschmäht. Die Karten müssen nochmals auf den Tisch. Für mich ist das größte Handicap, das Köln hat, der Termin im Januar. Durch den jährlichen Rhythmus der Hausmessen ordert der Handel bereits im Oktober, so dass Köln für den deutschen Markt nur noch ein Schaulaufen ist. Würden die Hausmessen in Ostwestfalen alternierend zu einer LivingKitchen im direkten Anschluss an die IFA in Berlin Anfang September stattfinden, könnte dies internationales Publikum in die Hauptstadt und in die Domstadt locken. Bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad auf der Kölner Domplatte, da sähe der eine oder andere Mailand in einem ganz anderen Lichte, träumt Ihre

Stefanie Willach

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