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Küchen-News

Physik kann man nicht ändern,

Bedingungen schon, so überschreibt Naber die aktuellen Ergebnisse einer Dunsthauben-Studie, die wir in dieser Ausgabe ab Seite 76 detailliert vorstellen. KÜCHENhandel-Hausgeräteexpertin Angela Grond hat sich in das Thema eingelesen und die Studie, die von drei anerkannten Instituten durchgeführt wurde, in der von ihr bekannten Sorgfalt analysiert und beschrieben. Wir sind uns sicher, dass die Studie, an der Naber als Technikpartner beteiligt war, in der Branche ein mittleres Erdbeben auslösen wird. Denn die Ergebnisse werden nicht jedem schmecken. Zweifelsfrei ergibt sich laut Studie die beste Leistung, wenn der Dunstabzug an der Wand montiert und sich im richtigen Abstand zum Kochfeld befindet. Diese Technik ist der Absaugung nach unten überlegen. Warum? Weil bei den Messungen zu beobachten war, „dass Kochfeldabsaugungen bei höheren Töpfen den Kochdunst auch bei höchster Leistung nicht vollständig erfassen“.

Gut, dass ich keine Physikerin bin und den Beweis für diese Aussage nicht antreten muss. Aber ganz ehrlich, dass Dampf von alleine nach oben abzieht, war mir schon länger klar. Sollten sich in naher Zukunft durch die Studie Branchenturbulenzen ergeben, halten wir Sie gerne auf dem Laufenden.

Hätte mir 2014 jemand erklärt, dass sich der Gigantismus im Möbelhandel einmal umkehren würde, hätte ich ungläubig mit dem Kopf geschüttelt. Jetzt ist es soweit, durch die Verquickung von Online- und Offline-­Einkaufen werden weniger Verkaufsflächen benötigt. Dickschiffe, gleich ob Ikea oder Möbel Hofmeister, eröffnen kleine Geschäfte in City­lagen, um wieder näher zum Kunden zu kommen. Dass es natürlich auch weiterhin Küchenfachmärkte geben wird, steht dabei außer Frage. So traut sich KüchenAktuell in naher Zukunft über die Mainlinie nach Hanau und wir hoffen, dass wir schon in den nächsten Ausgaben über ein neues Fachmarktkonzept berichten können. Mal schauen, wie sich die Nachrichtenlage so entwickelt.

Welche Rolle die Online-Vermarktung von Küchen spielen kann, da­rüber haben wir auch mit den neuen küchenquelle-Chefs gesprochen. Von dem Online-Vermarkter Kiveda ist kaum noch die Rede in dem Gespräch. Es geht um küchenquelle, das nun zur Kernmarke erhoben wird. Und, wie sollte es sein, auch küchenquelle investiert kräftig in den Direktvertrieb. „Was in der Vergangenheit erfolgreich war, wird ausgebaut für die Zukunft“, zitieren wir Geschäftsführer Andreas Rode. Und auch hier heißt das geflügelte Wort Digitalisierung, um dem Kunden vor Ort die neue Küche erlebbar zu machen.

Für den Fachhandel ist die Digitalisierung die Unternehmenschance schlechthin, ihr Wissen und ihr Können und dazu die Erleichterungen, die die Technik bringt, für mich ist die Zukunft des Küchenfachhandels mehr als nur sicher. Das müssen wir nur noch den potenziellen Nachfolgern aus der eigenen Familie, dem eigenen Unternehmen klarmachen,

 Ihre Stefanie Willach

Schreiben Sie mir Ihre Meinung: willach@interieur-verlag.de




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