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Küchen-News

Die Weichen sind gestellt – 2020 kann kommen

Ein ausgesprochen anspruchsvolles Jahr neigt sich dem Ende zu. Die Nachrichtenlage hat sich in 2019 quasi wöchentlich verändert. Hauptthema war und ist natürlich die Konzentration in der Küchenmöbelindustrie und im Möbel- und Küchenhandel. Während die Küchenmöbelindustrie aus eigener Kraft wächst, wachsen die Dickschiffe auf Handelsseite durch Zukäufe, Beteiligungen und Zusammenschlüsse in beängstigende Dimensionen.

In dieser Gemengelage müssen natürlich auch die Einkaufskooperationen ihre Stellung behaupten. Auch hier gibt es unterschiedliche Ansätze. Ein gemeinsamer Einkauf wie von MHK und VME vorgemacht und von Garant und EMV jetzt in die Wege geleitet, gehört ebenso zu den Lösungsan­sätzen wie eine verschärfte Eigenmarken­politik. Denn die Eigenmarke macht die Kooperationen immer auch ein Stück weit unabhängig von der Küchenmöbelindustrie, wie wir auf drei herbstlichen Verbandsmessen erleben durften.

In der Hausgeräteindustrie ziehen die Wolken eher aus Fernost auf. Während sich der chinesische Markt nicht zuletzt aufgrund der politischen Konstellation als äußerst schwierig erweist, drücken die asiatischen Haus­gerätehersteller wie Samsung (Korea) oder Haier (China) immer stärker in den deutschen Markt und rücken den Traditionsunternehmen auf die Pelle.

Für Industrie und Handel in Deutschland galt es 2019 die Weichen zu stellen, um der bevorstehenden, weltweiten konjunkturellen Eintrübung die Stirn zu zeigen, um sich aber auch den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Und mit einer wesentlichen Herausforderung der Zukunft, der Forderung nach nachhaltigem Handeln, beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe.

Wie ein Küchenhersteller mit dem Thema Nachhaltigkeit umgehen kann, zeigt seit Jahren der kleine italienische Produzent Valcucine, den Beitrag lesen Sie auf Seite 16. Valcucine will seine Position als nachhaltigster Küchenhersteller weiter ausbauen.

Die EU macht mit ihrem neuen Ökodesign-­Maßnahmen Paket ernst und will noch stärker darauf hinarbeiten, dass die Kunden effizientere statt preiswertere Geräte kaufen. Dazu dient das überarbeitete Energielabel. Die sogenannte Ökodesign-Verordnung zielt darauf, dass Hausgeräte künftig eher repariert statt neu gekauft werden sollen und vor allem damit so konstruiert werden müssen, dass sie repariert werden können. Für die privaten Haushalte soll sich allein durch diese beiden neuen Maßnahmen eine Einsparung von 150 Euro pro anno ergeben. Mehr zu dem Thema lesen Sie ab Seite 30 in dieser Ausgabe.

Bei allen geschäftlichen Themen möchte ich doch die Gelegenheit nutzen, mich bei Ihnen, unseren Lesern, für Ihre Treue, Ihre Anregungen, Lob und bisweilen auch Kritik im Jahr 2019 zu bedanken. Ihnen, Ihren Familien und Mitarbeitern wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein hoffentlich erfolgreiches Jahr 2020,

Ihre Stefanie Willach

Schreiben Sie mir Ihre Meinung:willach@interieur-verlag.de




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