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Küchen-News

Lassen Sie sich nicht unterkriegen!

Die Welt steht still und ist doch in Aufruhr. Wir hier in der KÜCHENhandel-Redaktion sind ebenfalls hin und her gerissen in der unterschiedlichen Gefühlswelt, die uns das Corona-Virus aufzwingt. Am Anfang waren wir eher noch sprachlos staunend, als Jahreshauptversammlung um Jahreshauptversammlung, Messe um Messe und zuletzt auch Pressekonferenz um Pressekonferenz abgesagt wurde.

Als Blattmacher fragt man sich automatisch, was soll ins Heft, wenn keine Eurocucina stattfindet, wenn keine Küchenwohntrends vorbereitet werden muss, wenn die Jahreshauptversammlungen als Garant für Zahlen, Daten, Fakten und Branchengeschichten wegfallen, wenn Pressekonferenzen ausfallen, ja, wenn man keine Branchenveranstaltungen hat, auf denen man sich mit reichlich Informationen versorgen kann.

Der anfänglichen Sorge um die gute Geschichte folgte bald die Erkenntnis, dass wir uns mit den Geschichten rund um das Virus, mit den Pro­blemen, die sich für Industrie, Handel und Verbände auftun, beschäftigen müssen.

Zunächst dachten wir nur über die Problematik der ausfallenden Messen nach. Doch am 18. März wurde bitter­ernst, was sich bis dahin niemand, wirklich niemand vorstellen konnte. Das öffentliche Leben in Deutschland wurde abgeschaltet, Einzelhandelsgeschäfte, Gaststätten, Restaurants, Behörden, alles dicht. Küchenfachhandel und Möbelhandel vorübergehend geschlossen.

Wir alle können weder die Freudenfeste wie Hochzeiten, Taufen und Geburtstage miteinander feiern noch gemeinsam unsere Toten betrauern. Die Kontaktsperre hat unser gewohntes Miteinander zum Stillstand gebracht. Von körperlicher Distanz und geistiger Nähe ist viel die Rede. Aber der Verzicht auf den Einkaufsbummel, den Museums-, Kino- oder Kneipenbesuch tut weh. Eine Welt ohne Fußball, Tennis, Eishockey, ohne Europameisterschaft und Olympische Spiele ist verdammt leer.

Wir wollen in diesem Heft allen Lesern Mut machen, die schwierige Zeit miteinander gemeinsam zu überstehen, wir haben uns nach Kräften bemüht, Sie – wenn schon nicht mit aktuellen Berichten über Messen und Tagungen – doch mit vielen Tipps und Hinweisen zur Überwindung der Krise zu versorgen. Wir haben uns erkundigt, wer dem Handelspartner in der Krise hilft, und haben einmal die Möglichkeiten zusammengestellt, mit denen Sie in digitalem Kontakt zu Ihren Kunden bleiben können.

Täglich erreichen uns jetzt Mitteilungen über Kurzarbeit, erste Insolvenzen und sonstige Probleme, die natürlich auch mit einer solchen Krise entstehen. Aber auch täglich hören wir von Ideen, wie der Kontakt zwischen Handel und Kunde gelingen kann. Bleiben Sie am Ball und lassen Sie sich nicht unterkriegen, glauben Sie an die Zukunft.

Vor allem aber bleiben Sie gesund,

Ihre Stefanie Willach

Schreiben Sie mir Ihre Meinung: willach@interieur-verlag.de




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