(c) Interieur Verlag

Küchen-News

MHK Kongress: Verleihung des Awards „Das Goldene Dreieck“

Die Sieger-Küche von Jörg Adrian, Adrian Küchen aus Aschaffenburg (Fotos: zuhause wohnen/Nina Struve)

Im Rahmen des 1. MHK Kongresses stand am 2. Oktober die Verleihung des Awards „Das Goldene Dreieck“ im Mittelpunkt. Zum 17. Mal zeichnen die musterhaus küchen Fachgeschäfte und die Wohnzeitschrift Zuhause Wohnen die fünf schönsten Küchen mit der beliebten Trophäe aus. Durch die Preisverleihung führte sehr unterhaltsam der Comedian, Entertainer und Autor Thomas Hermanns. Die Plätze 4 und 5 der schönsten Küchen wurden von der Jury bereits gewählt. Über die Plätze 1 bis 3 entschieden die 1.600 MHK-Gäste im Live-Voting. Auf die Gewinner wartet ein Preisgeld im Gesamtwert von 45.000 Euro.

In der Jury saßen wieder eine Reihe von Prominenten, so der ehemalige Boxer und heutige Unternehmensberater Henry Maske. Die Redaktionsleiterin von zuhause wohnen, Anke Schwarz. Laura Karasek, Autorin, Fernsehmoderatorin und Schauspielerin und der Popsänger Eoy de Jong, sowie die hochschwangere Sängerin Sarah Engels. In einem waren sich alle Anwesenden einig, alle Küchen hatten ihre Preise redlich verdient.

Den 1. Preis gewann hoch verdient Jörg Adrian, Adrian Küchen, Aschaffenburg mit einer Leicht Küche: Hier kocht der Chef – wo früher einmal ein Schwimmbad war, befindet sich heute die Küche im XXL-Format, inklusive Tresen, Esstisch für vierzehn Personen und Kamin-Bar. Für hochwertige Fleischgerichte gibt es einen Dry Ager und eine separate „Butcher-Küche“ mit Bandsäge. Zum Gerätepark zählen auch ein Getränke- und Weinkühlschrank, eine Kühl-Gefrier-Kombi, außerdem ein Geschirrspüler sowie Backofen und Dampfgarer in ergonomischer Bedienhöhe. Gekocht wird meist an der Insel auf Induktionsfeldern und Grillplatten, der Dunstabzug ist integriert. Zwei Spülen, eine mit extra Kochendwasser-Armatur, vervollständigen das Ensemble. Möbelfronten aus gespachteltem Beton, Elemente aus warmer Eiche, Naturstein an Wand und Boden, gedeckte Farben und stimmungsvolles Licht erzeugen eine einladende Atmosphäre. Zu später Stunde trifft man sich an der Bar – eine ehemalige Werkbank. Fazit der Jury: In der Traumküche mit Profi-Touch schlägt das kulinarische Herz des Hauses, Gastfreundschaft wird großgeschrieben.

Das Team von Hass Küche & Raumdesign, Besigheim belegte ebenfalls mit einer Leich Küche den zweiten Platz. „Weg von der Wand und ab in den Schrank“ – das bringt das ungewöhnliche Küchenkonzept auf den Punkt. An der Stirnseite des Raumes sitzt ein Einbauschrank mit Kochfeld, Dunstabzug und Backofen. Der Clou: Die Türen sind im Korpus versenkbar. Als Zweites steht mittig eine Insel mit Spüle. Der Tresen mit integrierter Steckdose kann verschoben werden: Wird der Essplatz nicht benötigt, schließt er bündig ab. Der große Side-by-Side-Kühlschrank mit Wasser- und Eiswürfelspender ist das dritte Element. Fronten, Arbeitsplatte, Becken und Armatur zeigen ein samtiges Schwarz. Alle Holzelemente sind maßgefertigt aus markant gemaserter Eiche. Damit ist auch die Nische hinter dem Kochfeld verkleidet, geschützt durch Glas. Heimlicher Star ist der übertiefe Fensterrahmen – ein beliebter Logenplatz mit Aussicht. Fazit der Jury: Drei Solitäre fürs Kochen, Spülen und Kühlen bilden eine Küche, die sich auch gerne mal zurücknimmt.

Dierk Dickmann, Dickmann Küchen, Kirchheim unter Teck fuhr mit dem dritten Platz ebenfalls ein verdientes Ergebnis für seine Beckermann Küche ein: Architektur trifft Küche – vor der hohen Sichtbetonwand unter dem offenen Giebel steht ein großer griffloser Schrank, nur der zentral platzierte Backofen unterbricht die matt-weiße Fassade. Raffinierte Details: Die Fugen der Oberschränke setzen sich in den Wangen fort, und durch den seitlich eingerückten Sockel scheint das Möbel zu schweben. Davor befindet sich die komplett weiße Kochinsel mit drei eleganten Pendelleuchten darüber. Nach innen gibt es Auszüge, nach außen 30 Zentimeter tiefe Fächer – ideal für Geschirr. Das Kochfeld an einem Ende hat einen integrierten Dunstabzug. Gegenüber sitzt die Spüle mit einer Multifunktions-Armatur, die auch gekühltes, gesprudeltes und kochendes Wasser spendet. Das Getränk kann man am Tresen genießen, dessen massive Eichenplatte über die Ecke hinausragt. Holz, weiße Fronten und Beton bilden einen harmonischen Material-Dreiklang. Fazit der Jury: Die Küche aus zwei monolithischen Möbelblöcken und mit aufs Wesentliche reduzierter Technik fügt sich gut ins moderne Wohnumfeld ein.

Die Plätze 4 und 5, die vorher von der Jury bewertet wurden gingen an: Yvonne Zahn vom Küchenstudio proform in Weinheim, die ebenfalls mit Leicht Küchen geplant hatte und an Steffen Simon und Heiko Dorsch vom  Küchenwerk Simon aus Schkeuditz/OT Dölzig, die mit der MHK Eigenmarke Neola (Schüller Küchen) an den Start gegangen waren. Einen Sonderpreis für die perfekte Raumausnutzung bekam die Planung von Jonas Venschott, Venschott Küche Raum Manufaktur in Greven.




Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlegt.



×