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Küchen-News

Und wieder hagelt es Messeabsagen

Während ich diese Zeilen schreibe, wird gerade die neue Bundesregierung vereidigt. Olaf Scholz ist Kanzler, der Macht-wechsel in Deutschland ist demokratisch vollzogen. Das ist sicher eine gute Nachricht. Die neue Regierung aus SPD, Grünen und FDP kann sich keine Schonzeit erlauben. Sie muss so rasch wie möglich die dramatische Corona-Lage in Deutschland in den Griff bekommen. Eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland könnte eine der ersten Maßnahmen sein, mit der die neue Regierung auch international für Aufsehen sorgt.

Für die Kölner Möbelmesse im Januar kommt diese Impfpflicht ebenso wie für die Heimtextil in Frankfurt, die ZOW in Bad Salzuflen oder die SHK in Essen zu spät. Alle Messen werden abgesagt oder zumindest verschoben. Die Möbelmesse in Köln wird 2022 zum zweiten Mal nicht stattfinden – ein Horror nicht nur für die Kölner Messegesellschaft und ihre Mitarbeiter. Corona bringt den Wirtschaftsmotor in diesem Winter erneut zum Stottern und auch ein erneuter Lockdown kann tatsächlich nicht ausgeschlossen werden, gerade wenn man die Situation auf den Intensivstationen im Osten und Süden der Republik anschaut. Dazu die Unsicherheit wegen der neuen Virusvariante Omikron. Viele Menschen bleiben von sich aus zu Hause, was dem Einzelhandel für Spielzeug, Mode und Consumer Electric erneut das Geschäft verhagelt und dem Online-Handel in die Karten spielt. Die Einschätzungen im Küchenfachhandel bewegen sich, wie meine Kollegin Charlotte Trepel ermittelt hat, zwischen „hui und pfui“.

Zwischen „hui und pfui“ dürfte sich auch die Stimmung beim Arbeitsplattenspezialisten Lechner bewegen. Einerseits die Hoffnung auf einen Investor, andererseits sitzt bei den Mitarbeitern die Angst tief, durch die Insolvenz oder den geplanten Verkauf den Arbeitsplatz zu verlieren. Die Situation ist alles andere als rosig, durch die Insolvenz könnte jedoch ein Investor/Käufer gefunden werden. Die Chancen stehen nach unseren Informationen nicht schlecht.

Mit 2021 geht ein für die Branche erfolgreiches, aber auch unglaublich anstrengendes Jahr zu Ende. Gerade die Probleme bei der Verfügbarkeit von Hausgeräten und Vormaterialien aller Art haben in der Branche für eine höchst angespannte Stimmung gesorgt. Besonders der Außendienst der Hausgeräteindustrie hat sich einiges anhören müssen. Die Nerven liegen teilweise blank. Und ehrlicherweise ist bis Mitte 2022 mit keiner Besserung zu rechnen.

Umso schöner ist es, dass nun auf uns alle ein paar ruhige Tage warten. Genießen Sie die Weihnachtszeit, lassen Sie sich reich beschenken und kommen Sie vor allem gesund und munter ins Jahr 2022,

das wünscht Ihnen von Herzen das ganze Team von KÜCHENhandel und natürlich Ihre

  Stefanie Willach

Schreiben Sie mir Ihre Meinung:willach@interieur-verlag.de




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